Die Waffensammlung zeugt von der militärischen Präsenz der Familie Esterházy in der Zeit des 30-jährigen Krieges, den Türkenkriegen, dem Österreichischen Erbfolgekrieg und den Schlesischen Kriegen unter Maria Theresia bis zu den Napoleonischen Kriegen. Die Ausrüstung der Esterházyschen Regimenter aus drei Jahrhunderten ist beinahe vollständig im Zeughaus der Burg erhalten und kann im Rahmen einer Burgführung besichtigt werden.
Palatin Nikolaus Esterházy machte sich einerseits in diplomatischen Missionen als Vermittler zwischen den osmanischen Sultanen und den Habsburger Kaisern in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts verdient, anderseits auch als vehementer Verfechter des Katholizismus in den Wirren des 30jährigen Krieges.
Sein Sohn Paul Esterházy war Oberkommandierender der ungarischen Truppen in der entscheidenden Schlacht am Kahlenberg 1683 und nahm darüber hinaus an 15 weiteren Schlachten gegen die Türken teil. Aus dieser Zeit stammen die reiche Türkenbeute, Luntenmusketen, Helme und Harnische sowie Picken und Hellebarden.
Batterieschlossgewehre, Feuersteine, Reit- und Rüstzeug, sowie umfangreiche Beutewaffen von Preußen und Franzosen aus dem 18. Jahrhundert repräsentieren die militärische Schlagkraft der Regimenter unter den Fürsten Paul II. Anton und Nikolaus I.

Zeughaus, Burg Forchtenstein
In einem geführten Rundgang sind die Waffensammlung und die historische Waffenkammer zu besichtigen.
Besichtigung nur mit Führung, Voranmeldung für Gruppen erbeten.
1. April bis 31. Oktober 2009, täglich
10.00–18.00 Uhr
Kassaschluss 17.00 Uhr
Burg Forchtenstein
Melinda Esterházy Platz 1
7212 Forchtenstein
T +43(0)2626/812 12
F +43(0)2626/815 11 13
burg-forchtenstein@esterhazy.at