Stammvater der Fürstlichen Familie Esterházy war Nikolaus. Unter ihm stieg die Familie von einer kleinen ungarischen Adelsfamilie zu einem der führenden Aristokratengeschlechter Ungarns auf.
Eine wesentliche Voraussetzung für die große Karriere von Nikolaus war zum einen der Übertritt (aus Überzeugung) vom Protestantismus zum Katholizismus und zum anderen seine großen Verdienste im Abwehrkampf gegen die Türken, denn beides machte die Habsburger auf ihn aufmerksam.
Durch seine charismatische Persönlichkeit und seine Loyalität dem Kaiserhaus gegenüber wurde er 1625 zum Palatin, dem ersten staatlichen Würdenträger gewählt. 1626 wurde Palatin Nikolaus als ›comes perpetuus de Franknó« in den Erbgrafenstand von Forchtenstein erhoben.
Durch seine erste Heirat mit Ursula Dersffy kam er in den Genuss eines beträchtlichen Vermögens. Sie brachte unter anderem die Herrschaften Munkacs und Landsee-Lackenbach ein. Durch seine wachsende politische Bedeutung vermehrte er sein Vermögen beständig. 1622 war er aufgrund der Bestimmungen des Nikolsburger Friedens gezwungen, die Herrschaft Munkacs an den Fürsten von Siebenbürgen, Gabor Bethlen, abzutreten. Als Entschädigung erhielt er die Herrschaften Forchtenstein und Eisenstadt, die heute den wesentlichen Teil des Esterházyschen Stiftungsvermögens sind.
Nikolaus Esterházy, Öl/Lw., 1. H. 17. Jh.